Wie alles Anfing... die Jahre 1932 - 1975

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1932 Im Jahr der 10. Olympischen Spiele in Los Angeles zu denen 87 deutsche Teilnehmer mit Schiff und Bahn an die Westküste der USA fuhren, genehmigt die Gemeinde dem TV die Gemeindewiesen beim „Lamm“ zur Benutzung als Sportplatz.
 
Dies war dann auch der Auslöser zur Gründung einer Fußballabteilung.

Am Platz des früheren Sportheims wurde noch im selben Jahr ein Geräteschuppen erstellt.
Die Turner konnten mit einem ersten Platz beim Deutschen Turnfest in Stuttgart einen großen Erfolg erzielen.
Bei der Weihnachtsfeier kam gemeinsam mit dem Liederkranz das Theaterstück „Andreas Hofer“ zur Aufführung.
 
1935 Die Fußballer erringen die Bezirksmeisterschaft und steigen in die nächst höhere Klasse auf.  
1936 In Berlin finden die Olympischen Spiele statt bei denen deutsche Athleten 33 Gold-, 26 Silber- und 30 Bronzemedaillen erringen.
In Eberstadt schließen sich der Turnverein und der Liederkranz zusammen.
Ab dem Jahr 1937 lautet der Vereinsname „Turn- und Gesangverein Eberstadt“
 
1939 Die Fußball werden Meister der Kreisklasse 2.
In den folgenden Kriegsjahren wurde das sportliche Geschehen eingestellt.
 
1941 In der Hauptversammlung am 22. 2. wurde beschlossen,

„sämtlichen im Felde stehenden Vereinsmitgliedern ein Päckchen zu senden. Die Päckchen müssen von den in der Heimat weilenden Vereinsmitgliedern gerichtet werden.“
 
1945

 

Über die Anfänge nach dem 2. Weltkrieg - Vereine waren offiziell noch nicht zugelassen Otto Schnabel und Eugen Schwarz übernahmen in dieser Sitzung die Leitung und die Verantwortung für den Fußballverein.
Der Vereinsbeitrag pro Vierteljahr wurde für Erwachsene auf 1 Reichsmark, für Jugendliche auf 0,5 Reichsmark festgelegt.
Beschlossen wurde aber, dass dieser Verein keine Konkurrenz des früheren Turnvereins sein soll. Vielmehr soll, wenn Vereine offiziell wieder zugelassen würden, der Verein in seiner früheren Form wieder gegründet werden.
 
1946

 

Am 24. August fand die Versammlung zur Neugründung des Vereins statt.
Der Verein erhielt laut Genehmigung der amerikanischen Militärregierung den Namen Sport- und Gesangverein. Die Leitung übernahm Otto Schnabel.

Unter der Leitung von Klara Förnzler wurde eine Damenhandballabteilung gegründet.

Mit dem Spiel gegen den damaligen Süddeutschen Meister VfB Stuttgart erlebte der Verein seinen bis dahin größten Tag. Die Heilbronner Stimme berichtete damals:
 
1947

 

In ganz Deutschland konnte man einen Neubeginn der sportlichen Aktivitäten registrieren. Auch in Eberstadt zeigte sich dieser Trend. So wurden neben den bestehenden Abteilungen Fußball, Damenhandball, gemischter Chor und Männerchor eine Tischtennis- und eine Männerhandballabteilung gegründet.
So wurde natürlich auch der Wunsch nach einer geeigneten Übungsstätte laut.
 
1948

 

Auf Grund großer sportlicher Veranstaltungen wie dem Waldlauf am 4. April auf dem Eberfirst, der Erringung des Unterländer Fußballpokals und dem Jugendturntag im Juni, von dem im Protokoll vermerkt ist, dass es „dem Publikum möglich war, die ersten
D-Mark in Wein umzusetzen“ wuchs die Mitgliederzahl auf nahezu 200 an.
Trotz zweier großer Handballturniere zogen aber sowohl die Damen als auch die Herren wegen zu großer Entfernungen ihre Mannschaften zurück.
 
1949 Am 12. März wurden vom Ausschuss neue Statuten aufgestellt. Als Ziel des unter dem Namen „Sport- und Gesangverein 1904 Eberstadt“ eingetragenen Vereins wurde dabei festgelegt:
„Der Verein fördert Sport und Gesang in kameradschaftlicher Weise. Er lehnt Bestrebungen und Bindungen klassen trennender, konfessioneller und politischer Art ab.“
Als Aufnahmegebühr wurde für Erwachsene 2 DM und für Jugendliche 1 DM erhoben.
Anwesend waren bei dieser Versammlung die in der Liste angeführten Mitglieder:
Beim ersten Fußballturnier in Eberstadt am 14. August konnte wiederum der VfB Stuttgart zum Hauptspiel gewonnen werden.
Bei diesem Turnier wurde ein Reinerlös von 950 DM erzielt.
 
1951 Nach heftigen Meinungsverschiedenheiten zwischen Sport- und Gesangverein und langen Diskussionen trennte sich die Fußballabteilung vom SV und gründete am 10. Februar 1951 mit 85 Mitgliedern den VfL Eberstadt.
Unter dem damaligen Vorstand Bruno Meissner fand im August ein Fußballwerbetag statt. Wiederum konnte zum Hauptspiel der VfB Stuttgart verpflichtet werden.
Im Herbst des Jahres wurde der im Vorjahr angeregte Bau einer Halle beim Sportplatz wieder aufgegriffen und erneut diskutiert.
 
1952

 

Die Fußballer bestritten im Neckarstadion das Vorspiel gegen die Amateure des VfB Stuttgart beim Entscheidungsspiel um die süddeutsche Meisterschaft zwischen dem VfB und Nürnberg.
Der Vereinszweck des Sport- und Gesangvereins wurde neu festgesetzt und nach einer Vereinbarung beider Vereine soll der VfL Eberstadt die Tradition des Turnvereins 04 fortsetzen.
 
1954

 

Am 19. und 20. Juni, 2 Wochen vor dem großen Weltmeisterschaftstriumph unserer Fußballnational -mannschaft, feierte man in Eberstadt das 50-jährige Jubiläum.
Nach vorangegangenen wochenlangen Aktivitäten, - unter anderem wurde der Sportplatz um 8 Meter verlegt -, fand am 19. im Festzelt ein Festakt statt. Dabei fiel für eine ¾ Stunde der Strom aus. Mit Kerzen und Taschenlampen, die schnell aus den Nachbarhäusern beschafft wurden, konnte aber weitergefeiert werden.
Im Rahmenprogramm wurden bei herrlichem Wetter an beiden Tagen zwei Fußballturniere ausgetragen.
 
1955 Bei der Generalversammlung am 29. Januar wird der Bau eines Sportheims beschlossen.
Die Schachabteilung wurde vom damaligen Vorstand Eugen Schwarz ins Leben gerufen.
 
1956 Am 7. Oktober wurde das Sportheim termingerecht eingeweiht, obwohl nach heftigen Regenfällen fast der gesamte Sportplatz unter Wasser stand.
Die Leitung und die Wirtschaftsführung übernimmt bis zur endgültigen Klärung Fritz Fecht.
 
1958 Die Schachspieler beteiligten sich zum ersten Mal an den Verbandsspielen.
Unter der Leitung von Frau Czerwenka hat sich eine Handharmonikagruppe gebildet.
 
1959 Bei der Generalversammlung am 14. Februar konnte, nachdem Eugen Schwarz als Vorstand zurückgetreten war kein Nachfolger gefunden werden, sodass eine neue Versammlung angesetzt werden musste. Im Protokoll wurde vermerkt:
„Wären statt 58 Anwesender nur 57 anwesend gewesen, so hätte es mit der Vorstandschaft bestimmt geklappt.“
Bei der Versammlung im März wurde dann Walter Huber zum Vorstand gewählt.
Der Vereinsbeitrag wurde in diesem Jahr von 4 DM auf 6 DM erhöht.
Das Sportfest im August wurde als großer Werbetag für die Leichtathletik bewertet.
In Eigenarbeit wurde der Sportplatz mit Eisenstangen eingeschrankt und Tiefstrahler angebracht.
 
1960 Karl Grimm übernahm von Erwin Keller das die Bewirtschaftung des Sportheims.
Nach den spektakulären Läufen von Armin Hary in der Superzeit von 10,0 Sekunden im Juni dieses Jahres fand auch in Eberstadt wieder eine große Leichtathletik-Veranstaltung statt, die gute Ergebnisse brachte.
Zugunsten eines erkrankten Vereins-mitglieds wurde ein Fußballspiel gegen Erlenbach ausgetragen, das auf Grund einer guten Zuschauer-Resonanz einen ansehnlichen Gewinn brachte.
 
1962 Zum ersten Mal wurde ein D-Jugend-Turnier ausgetragen. Das Turnier lebt bis heute fort und ist immer eine große Werbung für den Jugendfußball.
Im Sportheim wurde ein Anbau mit Umkleide- und Duschräumen erstellt.
 
1963 Am 15. März fand eine Versammlung zur Gründung einer Tischtennisabteilung statt.
Als neuer Wirt im Sportheim wurde Heinz Hergert unter 3 Bewerbern gewählt.
Wie aus der folgenden Rechnung zu ersehen, mussten die Fahrten zu den Auswärtsspielen damals noch gemietet werden. Der Verein übernahm die Kosten.
 
1964 Der Mitgliederstand im 60sten Jahr des Bestehens geht aus einer Beitragsrechnung des Landessportbundes hervor.
In den Jahren 1964 - 1969 erlebte dann die Schachabteilung eine wahren Höhenflug. Ihr gelang der Aufstieg aus der C-Klasse in 3 Klassen höhere Kreisklasse.
 
1967 Auf Initiative von Helmut Toelke wird das „Turnen für Jedermann“ ins Leben gerufen. Da diese Gruppe sich regelmäßig entlang des Eberbachs warmlief, erhielt sie bald den bis heute verbliebenen Namen „Eberbachschleicher“.
Das alljährliche Waldfest konnte ihr 20-jähriges Jubiläum feiern.
 
1968 Eine Notiz im Jahresrückblick auf das Jahr 1967 zeigt die Notwendigkeit einer Halle als Übungsmöglichkeit im Winter:
„Der Übungsbetrieb für die Kleinsten wurde über den Winter eingestellt, da wir zwar einen großen, geräumigen Bahnhof haben, aber keinen Platz für unsere Jugendlichen.“
 
1969
1970
Höhepunkte waren in beiden Jahren der Waldlauf - 1969 waren 120 Teilnehmer am Start - und die Leichtathletik-Sportfeste von den protokolliert ist, dass sie „ein wertvoller Beitrag für das Zusammengehörigkeitsgefühl und das gesellige Leben in unserer Gemeinde“ waren.
In diesem Jahr wurde auch eine Damenfußballmannschaft und an der Ausschuss-Sitzung im Juli nimmt mit Helga Morell zum ersten Mal eine Vertreterin des Damenfußballs teil.
 
1971 Am 27. Juni findet im Rahmen einer Jugend-Sportwoche das erste Unterländer Damenfußballturnier statt, das unsere Mannschaft mit einem nicht erwarteten 2. Platz abschloss. Der Erlös wurde dem Kindergarten zur Verfügung gestellt.
Im Hinblick auf den Bau einer Gemeindehalle beschließt der Ausschuss dort eine Kegelbahn einzubauen, was sich im Nachhinein in finanzieller Hinsicht als gelungener Schachzug erwies.
Zum ersten Mal wurde gemeinsam mit dem Gesangverein ein Fasching in Cleversulzbach veranstaltet. Die gelungene Veranstaltung war Anlass, dass auch in den folgenden Jahren auch noch nach der Eröffnung der Eberfürsthalle gemeinsame Faschingsveranstaltungen stattfanden.

Hinten von links: H. Schieker, Fegert, D. Hoss, H. Merk, H. Morell, R. Grimm, S. Tschiharsch,
vorne: S. Wägele , Gisela Tauber, , R. Wetterauer, E. Weiner,
 
 
1973 Aus Termingründen wurde der Waldlauf zum ersten Mal abgesagt und fand seitdem leider nicht mehr statt.
Ein anderes Ereignis, nämlich die Halleneinweihung im Oktober bewirkte einen großen Aufschwung für das sportliche Leben in Eberstadt. So wurden in diesem Jahr eine Frauengymnastikabteilung und eine Kinderturnabteilung ins Leben gerufen.
Anlässlich der Bahneinweihung der Kegelbahnen veranstaltete der VfL ein Preiskegeln.
 
1974 Nach Beratungen, die sich über ein ganzes Jahr hinzogen, wurde im folgenden Jahr der Bau einer „Waldhütte“ auf dem Eberfürst mit der knappen Mehrheit von 8 : 7 abgelehnt, obgleich eine vorläufige Genehmigung von Seiten der Gemeinde vorlag.
Die positiven Auswirkungen der neuen Halle setzte sich auch in diesem Jahr fort. Am Kinderturnen beteiligten sich in mehreren Gruppen 65 Kinder, an den Übungsabenden der Eberbachschleicher nahmen ca. 25 Personen teil und die Mitgliederzahl der Frauengymnastik stieg auf 30 an.
Beim 70-jährigen Jubiläum zählte der VfL 246 Mitglieder.
Einem Antrag zur Gründung einer Tennisabteilung wird vom VfL Ausschuss nach längeren Diskussionen und Auflagen gegenüber den Antragstellern mit 15 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung zugestimmt.
 
1975 Aus der Gruppe der Eberbachschleicher heraus entstand eine Volleyballabteilung und die Tischtennisabteilung beteiligte sich zum ersten Mal an der Verbandsrunde.
Die Gemeinde stellt dem VfL Gelände für den Bau von 2 Tennisplätzen im Erbpacht zur Verfügung.
 
 

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